Das finden auch die Eltern toll
Döbelner Kids sind heiß auf Floorball
Achtung, Spielortänderung U15 KF Staffel 3
Niederlage in der Verlängerung
Floorball-Verbandsliga: UHC Döbeln 06 II – USV TU Dresden II 6:7
von Stephanie Jankowski
Döbeln. Haarscharf unterlagen die Verbandsliga-Floorballer des UHC Döbeln 06 am vergangenen Sonnabend im Spiel gegen den UST TU Dresden II. Bis zum Ende blieb die Partie unentschieden, erst in der Verlängerung markierten die Dresdner schließlich den entscheidenden Treffer – und gewannen 6:7 gegen die Döbelner. Dabei schien die Partie anfangs noch den UHC-Floorballern zu gehören.
Mit schnellem Tempo stiegen sie in die Partie ein, rissen die Spielführung schnell an sich. Dass die Döbelner auf dem letzten Tabellenplatz hocken (5.), während die Dresdner Rang zwei belegen, war keineswegs offensichtlich. Im Gegenteil: Die Überlegenheit schien dem UHC zu gehören, als der Gastgeber in der Döbelner Stadtsporthalle zum 1:0 einnetzte. Leon Zimmermann spielte sich dafür durch die Reihen der Dresdner und traf sauber ins Tor. Der Ausgleich allerdings, fiel schon wenige Minuten später (9.). Trotzdem gaben die UHC-Floorballer das Spiel nicht aus der Hand. Immer wieder erspielten sie sich Chancen heraus, scheiterten jedoch immer wieder am gegnerischen Torhüter. Erik Simon versuchte es in der elften Minute über die lange Außenbahn, doch Dresdens Goalie stand eisern und unbezwingbar im Kasten. Tiffany Küttner fuhr die nächste Chance ein, biss sich aber auch nur die Zähne aus. Nach einer Viertelstunde fiel schließlich das zweite Tor für den UHC (2:1).
Mit Beginn des zweiten Drittels starteten die Dresdner energischer, bedrängten die Döbelner zunehmend. Doch es war der UHC, der einen weiteren Treffer markierte (3:1). Unterdessen schlich sich Tiffany Küttner immer wieder in die Dresdner Reihen, um den Ball zu entführen. Zum Ende des zweiten Drittels fiel schließlich das 3:2 für die Dresdner.
Das letzte Drittel der Partie glich einem Krimi: Abwechselnd schossen Döbeln und Dresden die Tore. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen nach Maß: 3:3 (43.), 3:4 (44.), 4:4 (45.), 4:5 (47.), 5:5 (51.), 5:6 (52.). Kurz vor Schluss, in der 58. Minute, dann der ernüchternde Ausgleich der Dresdner zum 6:6. Für die UHC-Floorballer begann das große Zittern – in der Verlängerung schließlich die Enttäuschung: Es ist der USV TU Dresden II, der den Treffer versenkte und als Sieger aus der Partie ging.
UHC Döbeln 06: Herrmann, Grünert, Scholz, Küttner, Müller, Hönicke, Tempel, Möbius, Hicketier, Roßberg, Becher, Hüttig, Simon, Zimmermann.
Döbelner Allgemeine Zeitung (18.01.2016)
Floorballer bekämpfen Weihnachtspfunde
von Stephanie Jankowski
Beim zweiten Speck-Weg-Turnier des UHC Döbeln 06 treten sechs Teams gegeneinander an. Pfunde verlieren – das war das Ziel von zahlreichen Teilnehmern beim zweiten Speck-Weg-Turnier des UHC Döbeln 06. Gestern Nachmittag tummelten sich Mitglieder, Ehemalige und Anhänger des Vereins in der Döbelner Stadtsporthalle, um mit dem Schläger reichlich Kalorien zu verjagen. Von Kleinkind bis zu älteren Herrschaften war alles vertreten. Der Clou: Statt Mannschaften nach Altersklassen zu bilden, entschied das Los über die Zusammenstellung der Teams. Aktive Bundesligisten spielten so mit Anfängern oder gar absolute Neulingen im Team. Insgesamt spielten sechs Mannschaften um die Ehre, denn Gewinne gab es nicht. „Hier soll es wirklich nur um den Spaß gehen“, betont Vorstandsmitglied Jan Simon, der selbst mit Stirnband aufs Feld ging. Zwei Kleinfelder wurden vom Verein in der Stadtsporthalle aufgebaut, so konnten immer zwei Spiele gleichzeitig über die Bühne gehen. Außerdem fehlt es vor allem den jüngeren Spielern an Erfahrung und Training, um auf dem Großfeld zu bestehen.
Lucas Roßberg ist einer der Teilnehmer vom Speck-Weg-Turnier. Der Zwölfjährige spielt selbst seit mehr als fünf Jahren im Verein, steht derzeit für die U13-Mannschaft auf dem Feld. Das Turnier findet er klasse: „Es ist fast wie eine Art Spaßtraining. Und man lernt sich mal besser kennen.“ Denn immer wieder finden auch neue Sportler den Weg zum Verein. Er gibt zu, dass auch ihn der sportliche Ehrgeiz packt, wenn er mit seinem Schläger auf dem Feld steht. „Klar will man gewinnen“, sagt der Zwölfjährige entschlossen. Seine Familie schaute ihm gestern Nachmittag zu, die kleine Schwester wuselte selbst mit dem Schläger durch die Halle. „Aber nur zum Spaß, richtig Spielen kann sie noch nicht“, weiß Lucas.
Neben den aktiven Spielern des Vereins schlüpfte auch so manches Vorstandsmitglied in die Sportsachen, um den Weihnachtspfunden den Kampf anzusagen.
Döbelner Allgemeine Zeitung (28.12.2015)
Ein Punkt beim Heimspieltag der U13
Zwei Spiele vor heimischem Publikum standen am vergangenen Wochenende für unsere jungen Floorballer der U13 auf dem Programm. Mit dem UHC Sparkasse Weißenfels und den Red Devils Wernigerode waren dies keine Unbekannten. Gegen die roten Teufel hatten unsere UHC-Jungs beim letzten Spiel sprichwörtlich in letzter Sekunde das Nachsehen, gegen die Weißenfelser konnten sie in einem Testspiel gewinnen. Es war also alles drin.
UHC gegen UHC und beide Teams starteten eher verhalten, geradezu abwartend, um nicht frühzeitig in einen Rückstand zu geraten. Fast sieben Minuten dauerte es bis zum ersten Treffer. Den erzielten die Weißenfelser nach einer Unachtsamkeit in der Defensive der Döbelner. Nun wurde das Spiel aber offener und beide erarbeiteten sich super Chancen. Nutzen konnten die aber zuerst die Jungs aus der Muldestadt, Tobias Baier und Lucas Roßberg brachten unseren UHC zur 2:1 Pausenführung. Und dann ein Zahlenspiel: 13 Sekunden nach den Bully zum zweiten Drittel schoß die Nummer 13 das 1:3. Das gesamte zweite Drittel gestaltete sich sehr ausgeglichen mit sehr schönen Spielzügen, tollen Paraden und einem Zwischenstand von 6:4 für Döbeln. Doch dann verspielten die Sachsen ihren Vorsprung. Weißenfels übte Druck auf das Döbelner Tor aus, mit dem die Jungs nicht umgehen konnten. Individuelle Fehler schlichen sich ein, Pässe kamen nicht an und die schnellen Konter führten gleich viermal zum Erfolg. Am Ende hatte der UHC aus Weißenfels die Nase vorn und gewann mit 8:6.
Nach dem verlorenen Hinspiel folgte als zweites Spiel unserer U13 das Rückspiel gegen Wernigerode. Die Döbelner waren gewarnt und motiviert. Den besseren Start hatten aber die Red Devils, die zur ersten Pause mit 2:0 führten. Dem Anschlusstreffer kurz nach Wiederanpfiff zum 2:1, folgten zwei weitere Tore für das Team aus dem Harz. Doch nun fanden auch unsere jungen Wilden zurück ins Spiel: Tobias Baier und Lucas Roßberg brachten den UHC wieder auf 3:4 heran. Das dritte Drittel begann und 11 Sekunden später schoß Lars Ebermann den Ausgleich zum 4:4. Vier Minuten später gingen die Devils erneut in Führung: 5:4.
Jetzt machte unser UHC Druck, erspielte sich unzählige Chancen, konnte diese aber nicht im Tor der Gäste versenken. In der vorletzten Spielminute konterten die Döbelner erneut: Florian Baum passte auf Michael Bauch, der das Döbelner Team mit seinem Tor zum 5:5 in die Verlängerung rettete und die Zuschauer zum Jubeln brachte. Noch einmal fünf Minuten. Trainer Frank Weinberg stellte die Reihen noch einmal um und motivierte sein junges Team bis in die Haarspitzen. Doch 16 Sekunden vor dem Schlusspfiff trafen die Red Devils zum 6:5 und konnten den zusätzlichen Punkt mit in den Harz nehmen.
„Wer bis an seine Leistungsgrenze geht und so ein Spiel nicht aufgibt sondern weiter spielt, der braucht sich auch nicht über so eine knappe Niederlage ärgern und kann mit erhobenen Kopf in die nächsten Spiele gehen.“ sagte der Trainer nach dem Spiel zu seinen traurigen Jungs auf dem Feld.
UHC Döbeln 06:
[T] [C] Kevin Folkmer, Lucas Rentsch, Lars Ebermann, Florian Höschler, Trinitz Tim, Lucas Roßberg, Florian Baum, Willy Schumann, Julius Hauck, Erik Weinberg, Tobias Baier, Michael Bauch, Patrick Salzmann, Tino Schmidt, [T] Paul Herrmann
3. Spieltag der U15 KF
Am Samstag war es endlich wieder soweit, der 3. Spieltag stand für unsere U 15 auf dem Programm, diesmal ging es nach Schkeuditz. Die Mannschaft war nach den letzten beiden Siegen hochmotiviert und wollte diese Serie fortsetzen. Im ersten Spiel traf das Team um Daniel Bachmann, Daniel Siegmund und Heiko Schönfelder auf die Unihockey Igels aus Dresden. Die Mannschaft setzte von Beginn an den Gegner unter Druck, was ihnen auch sehr gut gelang. Nach 15 Minuten lag Döbeln bereits mit 4:0 in Führung und konnte diesen Vorsprung bis zur Pause auf 6:1 ausbauen. Nach der Pause folgte das Team der Marschrichtung der Trainer und ließ keine Zweifel an einem Sieg aufkommen. Am Ende gewann unsere U15 verdient mit 13:4 und hatte die nächsten drei Punkte auf der Habenseite.
Nach einer 30 minütigen Verschnaufpause ging es in das 2. Spiel gegen den BSV Markranstädt. Auch in diesem Spiel sollte der Gegner von Beginn an unter Druck gesetzt werden. Dies gelang aber nur in den ersten 10 Minuten, dann schwanden bei unserem Team langsam die Kräfte und Markranstädt kam besser ins Spiel. Der erarbeitete Drei-Tore-Vorsprung schmolz, doch konnte sich unsere U15 mit 5:4 in die Pause retten. Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Mal lag Döbeln in Führung, dann wieder Markranstädt.
So stand es eine Minute vor Schluss 9:9 und eine heiße Schlussphase begann. Markranstädt konnte 25 Sekunden vor dem Ende in Führung gehen, Doch 3 Sekunden vor der Schlusssirene gelang unserem UHC der Ausgleich und die Verlängerung war erreicht. Jetzt hieß es noch einmal fünf Minuten kämpfen und die letzten Kräfte mobilisieren. Nach 30 Sekunden in der Verlängerung war es aber geschafft und der UHC feierte den zweiten Sieg an diesem Tag mit 11:10.
„Damit schaffte unsere U15 vier Siege in Folge, ein Aufwärtstrend der Mannschaft ist klar zu erkennen. Besonders schön: alle Spieler schossen mindestens ein Tor und trugen so zu diesem Erfolg bei.“ sagt Teamchef Heiko Schönfelder nach dem Spieltag.
UHC Döbeln 06 eV: Lisa Möbius (K) (2), Niklas Baier (11), Marc Lautenschläger (6), Johanna Augustin (1), Pascal Hänsel (1), Marko Kranz (1), Max Burkl (1),Lukas Wolf (1), Julian Franke (T), Leon Schönfelder (T)
UHC Döbeln ist nach zweistelligem Auswärtssieg Spitzenreiter
Floorball, 2. Bundesliga: Floorball Tigers Magdeburg – UHC Döbeln 6:10 (3:3, 1:2, 2:5)
Von Robin Seidler
Magdeburg. Die Floorballer des UHC Döbeln haben im zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg eingefahren und sind derzeit Tabellenführer ihrer Staffel. Bei den Floorball Tigers Magdeburg siegte der UHC mit 10:6 (3:3, 2:1, 5:2).
Der UHC zeigte sich dabei besonders im letzten Drittel sehr wach und stellte in diesem – wie in der vergangenen Woche gegen den USV TU Dresden – die Weichen auf Sieg. Besonders die tschechischen Spieler drückten dem Spiel in der Landeshaupstadt Sachsen-Anhalts wieder ihren Stempel auf. Bei 16 Toren binnen 60 Minuten könnte man denken, dass die Treffer im Minutentakt fallen. Das war in der Anfangsphase allerdings überhaupt nicht der Fall. Es dauerte bis zur 13. Minute, als Christian Hoffmann die Gastgeber in Führung brachte. Doch der UHC zeigte sich unbeeindruckt und glich binnen weniger Sekunden die Partie aus. Nur 37 Sekunden später erzielte Ivos Varhanik den Ausgleich, doch wiederum nur 29 Sekunden später brachte Christopher Reichel die Elbestädter erneut in Führung. Varhanik gelang in der 15. Minute der sofortige Ausgleich. Drei Minuten später war es dem Routinier vorbehalten, den UHC erstmals in Führung zu bringen. Rückkehrer Uwe Wolf erzielte sein erstes Pflichtspieltor nach seinem Comeback, doch noch vor der Drittelpause konnte Philipp Bader für die Magdeburger zum 3:3 ausgleichen.
Doch die Döbelner zeigten nun, dass sie die Punkte mit nach Sachsen nehmen wollten. Hendrik Tzschoppe brachte den UHC in der 24. Minute in Führung, diese konnte Lubos Deraha nach einer langen Durststrecke in der 37. Minute ausbauen. Doch Magdeburg gab nicht auf und kam durch Benjamin Ehrhardt nur 34 Sekunden später wieder zum Anschluss.
Das Spiel wurde schließlich in den letzten zehn Minuten entschieden. Durch weitere Treffer von Deraha, Varhanik und Maximilian Thomas blieb der UHC in Führung, doch Magdeburg gab nie auf und kam so immer wieder heran. Nach 55 Minuten war die Partie beim Stand von 8:6 aus Döbelner Sicht immer noch nicht eingetütet. Es dauerte bis zur letzten Spielminute, ehe die Schwarzgelben richtig jubeln konnten. In dieser gelangen Deraha sowie kurz vor dem Ende Martin Roßberg noch zwei Treffer zum zweistelligen Auswärtssieg, der den UHC vorerst auf Platz eins lotst.
Döbelner Allgemeine Zeitung (05.10.2015)
Achtung: außerordentlichen Mitgliederversammlung
Wie Ihr sicherlich aus den Veröffentlichungen in der DAZ oder im BULLY-PUNKT gelesen habt, erwägt der Vorstand unseres UHC Döbeln 06, die Austragung der Endrunde des Floorballpokals der Saison 2015/16 (final4) in Döbeln zu übernehmen.  An den drei Tagen des Pfingstwochenendes 14./15. und 16. Mai 2016 könnten sich dann die Stars und Sternchen der Floorballszene Deutschlands in unserer Stadt die Klinke in die Hand geben.
Ein solchen Event lässt sich natürlich nur stemmen, wenn sich unserer Mitglieder und all die fleißigen Helfer ähnlich wie bei der Deutschen Meisterschaft der U13 im vergangenen Juni engagieren.
Wir möchten Euch daher am Donnerstag, 15.10.2015 zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung um 18.30 Uhr in die Mensa des LGD einladen. Dort werden wir Euch das (bislang noch nicht offizielle) Konzept des Dachverbandes Floorball Deutschland zum final4 2106 vorstellen und zusammentragen, wer an diesem Wochenende als Helfer dabei sein kann und anschließend das weitere Vorgehen per Abstimmung beschließen.
Bitte gebt diese Info auch an all Jene weiter, die uns beim letzten Event so großartig unterstützt haben, und nicht zwingend Mitglied des UHC Döbeln 06 sind. Sie sind ebenfalls herzlich eingeladen und als beratende Stimmen ausdrücklich erwünscht!
Döbelner Floorballer starten mit einem Sieg in die neue Saison
Floorball, 2. Bundesliga: UHC Döbeln – USV TU Dresden 5:3 (1:2, 1:1 ,3:0)
Von Robin Seidler
Döbeln. Die Floorballer des UHC Döbeln haben den Auftakt in die neue Zweitligasaison erfolgreich bestritten. Gegen den USV TU Dresden gewannen die Döbelner mit 5:3 (1:2, 1:1, 3:0). Der UHC-Anhang hatte sich für den Saisonstart in eigener Halle etwas Besonderes für die Mannschaft einfallen lassen. Mit einer riesigen schwarz-gelben Blockfahne begrüßten die Zuschauer das Team auf dem Feld.
Angestachelt von dieser Atmosphäre waren aber zunächst die Gäste aus Elbflorenz, die vor der Drittelpause mit einem Doppelschlag gleich zwei Treffer binnen einer Minute erzielten. Lars Drießnack brachte die Dresdner in der 17. Minute in Führung, nur 14 Sekunden später erhöhte Johannes Grund auf 0:2. „Zu den Gegentoren haben Unachtsamkeiten geführt, die uns in dieser Saison nicht oft passieren dürfen. Oftmals haben wir bei den Gegentoren noch falsch zum Ball gestanden. Daran müssen wir arbeiten“, sagte UHC-Trainer Tom Herrmann. Zunächst arbeitete der UHC daran, dass die Punkte noch in Döbeln bleiben. Ivos Varhanik erzielte 25 Sekunden vor der ersten Drittelpause den 1:2-Anschlusstreffer.
Das zweite Drittel begann für den UHC verheißungsvoll. Franz Tempel erzielte für die Döbelner den 2:2-Ausgleich in Unterzahl, da Lubos Deraha wegen Stockschlag auf der Strafbank Platz nehmen musste. Drießnack brachte mit seinem zweiten Treffer die Dresdner dann wieder in Führung. „Dennoch waren wir im zweiten Drittel schon besser im Spiel“, erläuterte Tom Herrmann.
Im letzten Drittel übernahm der UHC mehr und mehr die Initiative und kam schnell zum Ausgleich. Nach einem Angriff über drei Stationen und schönem Direktpassspiel erzielte Lubos Deraha das 3:3 (48.). Der UHC hatte weitere Chancen durch Enrico Franze, der in dieser Saison nicht oft in Döbeln zu sehen sein wird. Er versucht sein Glück noch einmal in der ersten Bundesliga bei den Floor Fighters in Chemnitz und wird durch ein Zweitspielrecht auch die Möglichkeit haben, das UHC-Trikot anzuziehen. Dies soll aber eher selten der Fall sein, hieß es. In der 53. Minute drehten die Döbelner das Spiel komplett und daran waren alle Mannschaftsteile beteiligt. Daniel Bachmann zeigte im UHC-Tor eine tolle Parade, ließ damit den aufkeimenden Jubel bei den Dresdnern verstummen und im Konter netzte Ivos Varhanik zum 4:3 ein. 55 Sekunden vor dem Ende markierte Varhanik seinen dritten Treffer und sorgte für die Entscheidung.
„Wir müssen an der Chancenverwertung und an Bewegungsabläufen arbeiten. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden und das ist auch durch die Leistung ab der zweiten Hälfte in Ordnung“, sagte Tom Herrmann.
In den UHC-Reihen gab am Sonnabend Uwe Wolf sein Comeback. Er hat sich dazu entschlossen, noch ein Jahr dranzuhängen. „Ich bin schon zu einem Vorbereitungsturnier mitgefahren und wurde danach vom Trainer angesprochen. Auch für mich ist es eine neue Situation, weil wir viele neue und junge Spieler dabei haben.“ Verabschiedet wurden nach dem Spiel seine ehemaligen Weggefährten Michael Schulz, Robyn Spörrer und Tom Zaspel. Alle drei bekamen ihre alten Trikots überreicht. Die Nummern werden vorerst nicht mehr vergeben.
Döbelner Allgemeine Zeitung (28.09.2015)
Floorballer wollen den Zuschlag für deutschlandweites Pokalfinale
UHC Döbeln im Rennen um die Ausrichtung der Finalrunden / Verband und Stadt schauten sich Gegebenheiten an
Von Stephanie Jankowski
Döbeln. Große Neuigkeiten bahnen sich an beim UHC Döbeln 06. Gestern trafen sich Vereinsmitglieder, Vertreter der Stadt und des Floorball Deutschland e.V. in den heiligen Hallen der Döbelner Stadtsporthalle. Denn: Der UHC Döbeln bewirbt sich als Ausrichter für die „Stena Line final4“ – dem Pokalfinale, dass deutschlandweit Anklang findet. Mit im Rennen sind weitere Städte, doch Generalsekretär Michael Lachenmaier hat die guten Chancen des Döbelner Vereins leise anklingen lassen. Nicht umsonst waren er und Medienbeauftragter Mathias Liebing gestern Nachmittag in Döbeln unterwegs, um die Gegebenheiten zu begutachten. Dabei zeigten sich die beiden Verbands-Vertreter beeindruckt von der Stadt, der Sporthalle und dem Engagement des Vereins. „Der UHC hat mit der Ausrichtung zweier Meisterschaften in der Vergangenheit bewiesen, dass er die Organisation solcher Events beherrscht“, erklärt Michael Lachenmaier. Der Generalsekretär reiste gestern in aller früh von Bonn an. Michael Thürer, Sportverantwortlicher der Stadt Döbeln, begleitete das Floorball-Gremium gestern zum Rundgang.
„Die Sporthalle ist für unsere Zwecke geeignet. Platz für mindestens 800 Zuschauer muss gewährleistet sein“, so Lachenmaier weiter. Die Stadtsporthalle gibt eine solche Kapazität her. Doch zur Ausrichtung der Finalrunden, die am 13. bis 16. Mai 2016 stattfinden sollen, gehören nicht nur die Spiele an sich, sondern auch ein vollgepacktes Programm rundherum. Workshops, Trainingsstunden und mehr sind Bestandteil des Wochenendes im Zeichen des Floorballs. So werden auch die Trainer der Nationalmannschaften, vorrangig Schweizer, am Finalwochenende erwartet. Frank Weinberg, Vorstandsmitglied beim UHC Döbeln, galt gestern als erster Ansprechpartner für die Verbands-Vertreter. Er ist selbst seit geraumer Zeit in der Spielbetriebskommission vertreten. Sollte die Entscheidung für Döbeln fallen, stehen ihm anstrengende Monate bevor. „Die Entscheidung fällt in den nächsten Tagen, danach schließt sich sofort die Vorbereitungszeit an“, weiß der Generalsekretär. Erfahrung mit der Ausrichtung solcher Veranstaltungen konnte Frank Weinberg in der Vergangenheit immerhin schon sammeln.
64 Herrenmannschaften sind am vergangenen Wochenende in die erste Runde des Pokals gestartet. Aus denen filtern sich nach und nach die besten vier heraus, die schließlich bei den „final4“ antreten – vielleicht in Döbeln. „Die potenziellen Ausrichter sowie die Mannschaften der ersten und zweiten Bundesliga bekamen vom Verband ein Freilos“, erläutert Michael Lachenmaier den Umstand, dass der UHC Döbeln noch kein Pokalspiel hinter sich bringen musste. Wird der Döbelner Verein Ausrichter für die Finalrunde, darf er sogar ein Team für das Halbfinale setzen. Eine riesige Chance für den UHC. Frank Weinberg ist indes optimistisch, dass Döbeln den Zuschlag erhält: „Unser Vereinsvorsitzender Stephan Müller hat zum Abschluss der Meisterschaften schon gesagt, dass wir uns auf kommende Aufgaben freuen.“ Bisher fanden die Finalrunden bereits in Chemnitz, Leipzig, Magdeburg, Ingolstadt, Hamburg und in Wyk/Föhr statt. Döbeln könnte sich schon bald in die Liste einreihen.
Für den Verband spielen einige Faktoren bei der Entscheidung für einen Ausrichter eine Rolle. So muss ein spürbares Interesse des Vereins und auch das nötige Vertrauen in ihn da sein. Beides ist mit dem UHC Döbeln gegeben. „Es geht darum, für Sportler und Interessierte einen Reiz zu setzen, sich dem Floorball hinzugeben. Das schaffte der UHC bisher einwandfrei. Organisationsleistung, Wille und Motivation sind drei Schlagworte, die in Döbeln gegeben sind“, weiß Michael Lachenmaier.
Letztendlich würden je vier Herren- und Damenmannschaften mit je etwa 25 Personen zum Finalwochenende anreisen. Um die Unterbringung kümmern sich Verband, Mannschaften und ausrichtender Verein. Für die Umsetzung der begleitenden Aktivitäten – wie beispielsweise Workshops – sind ebenfalls zusätzliche Räumlichkeiten nötig. Die könnten im Lessing-Gymnasium Döbeln zur Verfügung gestellt werden. Michael Thürer: „Die Stadt hat natürlich ein grundsätzliches Interesse an der Ausrichtung eines solchen sportlichen Events. Wir wollen dabei unterstützend mitwirken, sei es mit Manneskraft oder Räumlichkeiten.“ Frank Weinberg und der komplette UHC Döbeln warten nun gespannt auf die Entscheidung des Verbandes. Die nötige Motivation bringen die Döbelner Floorballer allemal mit. Und das sie einen solchen organisatorischen Aufwand stemmen können, bewiesen sie in der Vergangenheit auch schon. Bleibt nur zu hoffen, dass das der Verband auch so sieht und die Entscheidung für Döbeln fällt.
Döbelner Allgemeine Zeitung (25.09.2015)

Generalsekretär Michael Lachenmaier (Mi.) vom Floorball Deutschland e.V. schaute sich gestern mit Michael Thürer (l.) und Frank Weinberg die Begebenheiten an. Foto: sj


