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Tine Bachmann

Döbelner Nachwuchs testet in Südtirol

von Tom Herrmann
Die 2. Mannschaft des UHC Döbeln 06 bestritt in der Zeit vom 21.08.15 – 23.08.15 ein Trainingslager in Algund. Sehr zur Freude des Trainers war es, dass alle Spieler an Bord waren. Auf dem Programm standen drei Trainingseinheiten sowie ein Testspiel gegen den ASC Algund (10. der Italienischen Liga).  Für Freitag waren zwei Einheiten angesetzt, welche in der Algunder Sporthalle durchgeführt wurden. In der ersten Trainingseinheit stand das sichere Passspiel sowie Ballführung und Kondition im Vordergrund. Am Abend, in der Zeit von 20:00 bis 22:00 Uhr, fand das 2.Training gemeinsam mit den Algundern statt. Hier merkte man schon, dass die Südtiroler Spieler mit großer Erfahrung sind. Am Sonnabend wurde von 10:00 – 12:30 Uhr eine dritte Trainingseinheit angesetzt. Hier wurden neben Ballsicherheit auch Spielzüge und wiederum Kondition trainiert.  Nach diesem kraftraubenden Vormittag ging es zur Mittagspause und anschließend in die Freizeit zum Erholen.

Am Abend wartete dann das Testspiel auf die Mädels und Jungs des UHC Döbeln. Sichtlich müde von den Trainingseinheiten gingen sie in das Spiel gegen die Algunder. Schon von der 1. Minute an hatten die Döbelner den erfahren Algundern nicht viel entgegen zu setzen. Hier machte sich auch wieder die Unerfahrenheit der im Durchschnitt 18 Jahre jungen Mannschaft bemerkbar. Gegen das aktive Pressing der Algunder war der UHC relativ machtlos. Nichts desto trotz wurden einige schöne Spielzüge entwickelt, die auch den Gegner überraschten.

Mit Lukas Schaaf, Nick Hüttig und Magnus Ernst Scholz spielten in der 1. Reihe die neuen Offensivhoffnungen. Ein ums andere Mal um Mal konnte sich die „Jugend forscht“-Reihe durchsetzen, dann aber ihre Chancen nicht nutzen. Aber das, was die 3 jungen Spieler zeigten, machte Lust auf mehr. Defensiv stand mit Tiffany Küttner und Florian Roßberg ein gut eingespieltes Duo auf dem Parkett, die ihre Sache ordentlich erledigten und auch hier zeigen konnten, dass sie für die kommende Saison gerüstet sind. Ebenfalls in dieser Reihe spielte Jenny Hönicke, die nach langer Verletzung wieder versuchte den Anschluss herzustellen. In der 2. Reihe spielten neben den erfahren Spielern Erik Simon und Mario Becher, Ronny Müller, Leon Zimmermann, Lukas Hickethier, Marie Neubert und erstmals im Trikot der 2. Mannschaft Lisa Möbius. Auch von dieser Reihe sah man sehr schöne und durchdachte Spielzüge, leider blieb der Torerfolg aus.

Um verschiedene Varianten zu testen und allen Spielern eine faire Einsatzchance zu geben, wurden die Reihen während der Wechselpausen immer wieder umgestellt. Dadurch kam es leider nicht zum gewünschten Spielaufbau, aber daraus konnten viele interessante Schlüsse für die Zukunft gezogen werden. Im Tor agierte im ersten sowie in den letzten 10 Minuten des dritten Drittels Trainer Tom Herrmann selber, in der übrigen Spielzeit übernahm der einzige Goalie der 2. Mannschaft Nils Grünert das Feld. Während die zweite Mannschaft des UHC im ersten Drittel noch einigermaßen mithalten konnte, kannten die Algunder im 2. Drittel sowie in der ersten Hälfte des 3. Drittels kein Erbarmen und zogen auf 11: 3 davon. Kurz vor dem Schlusspfiff konnte Lukas Schaaf seinen vierten Treffer in diesem Spiel erzielen, bevor der UHC noch einen gut ausgespielten Konter zum 4:12 Endstand kassierte.

Abschließend kann man sagen, dass die Niederlage in dieser Höhe völlig in Ordnung geht.  Nach dem Spiel ließen beide Teams gemeinsam den Abend bei isotonischen Getränken und guten Essen ausklingen. Beide Seiten waren sich einig, dass es ein Wiedersehen geben wird.

Was bleibt von diesen Tagen in Südtirol: die Gewissheit, dass der Nachwuchs auf einem guten Weg ist, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Auch wenn der Anfang etwas holprig war, kehrte am Sonntag eine echte Mannschaft nach Döbeln zurück. Die Mädels und Jungs haben sich zu einer Einheit entwickelt und leben den Teamgeist nicht nur auf dem Feld aus.

Besonderer Dank geht an den ASC Algund für den herzlichen Empfang, sowie der Gemeindeverwaltung Algund für die Bereitstellung der Sporthalle und einer hervorragenden Betreuung. Auch den Eltern der Spieler sei Dank gesagt, dass sie ihren Kindern diesen Ausflug ermöglicht haben.

Als Einheit kehrt die 2. Mannschaft des UHC Döbeln 06 aus dem Trainingslager in Südtirol zurück.

Als Einheit kehrt die 2. Mannschaft des UHC Döbeln 06 aus dem Trainingslager in Südtirol zurück.

Deutsche Floorball Meisterschaft: Pokal bleibt in Sachsen

FloorFighters Chemnitz besiegen Finalgegner aus Bonn / Gastgeber UHC Döbeln auf Platz Sieben

von antje krieger
Döbeln. Größe ist nicht alles. Mit der dünnsten Personaldecke dieser Meisterschaft waren die FloorFighters Chemnitz angereist – und haben Großartiges geleistet. In einer spannenden Endrunde besiegten die Sachsen Finalgegner SSF Dragons Bonn 2:3 (0:3) und dürfen sich nun Deutscher Meister nennen.

Zuvor hatte die Mannschaft um Trainer Sebastian Schaub tief gestapelt: „Die Atmosphäre genießen, Spaß haben und zeigen, dass die FloorFighters zurecht dabei sind“, lauteten die Grußworte. Die Bilanz der abgelaufenen Saison hingegen ließ erahnen: Diese Mannschaft ist nicht zu unterschätzen. Entsprechend weit oben hatte Frank Weinberg, Organisationsleiter der Deutschen Meisterschaft in Döbeln, die Chemnitzer auf seinem Zettel.

„Ein so großes Turnier in regionaler Nähe ist natürlich toll“, sagt Sebastian Schaub. „Es kommen mehr Zuschauer aus Chemnitz, um uns anzufeuern, und auch das Döbelner Publikum war im Finale auf unserer Seite.“ Von diesem Rückhalt getragen führte seine Mannschaft im Endspiel bereits zur Halbzeitpause 0:3. In der zweiten Hälfte drückten die Chemnitzer brachial in die Bonner Hälfte, kamen jedoch nicht mehr zum erfolgreichen Abschluss.

Hoffnung machte den Dragons der 1:3-Anschlusstreffer durch Safak Temel – eine echte Granate, unhaltbar für den Goalie der FloorFighters. Obwohl diese in den Schlussminuten auf Zeit spielten, gelang Safak Temel kurz vor dem Abpfiff das 2:3. Zu spät, um den Chemnitzern den Sieg noch zu nehmen. „Es war wie so oft in dieser Saison: Im entscheidenden Moment sprechen Kleinigkeiten für uns. Während wir das Tor machen, trifft der Gegner den Pfosten“, kommentierte Sebastian Schaub das Ergebnis.

Ob Vorrunde oder kleines Finale – jedes der Spiele am Wochenende hatte Endspiel-Charakter. Schon im zweiten Gruppenspiel der Döbelner Gastgeber gegen TV Schriesheim am Sonnabend ging es schließlich um die Wurst: Beide Mannschaften hatten ihr erstes Vorrundenspiel verloren. Nach dem 7:12 gegen SSF Dragons Bonn musste sich der UHC auch in der zweiten Begegnung geschlagen geben: 8:11. Der Kampfgeist der Döbelner Mannschaft aber war bemerkenswert: Einen 2:5-Rückstand zur Pause verkürzte die Mannschaft zum 4:5, kassierte dann drei Tore in Folge, aber wurde nicht müde, das Blatt doch noch zu wenden. „Nach zwei verlorenen Vorrundenspielen hatten wir theoretisch noch eine Chance aufs Halbfinale, wenn wir das dritte mit fünf Toren Unterschied gewonnen hätten“, sagt Frank Weinberg vom Döbelner UHC. Doch 7:4 ging die Partie gegen ETV Piranhhas aus Hamburg verloren.

Als Ausrichter der Deutschen Meisterschaft hatte der UHC ein Anrecht teilzunehmen. „Dies ist eine Kleinfeld-Meisterschaft. Da wir Großfeld spielen, hätten wir uns nie qualifizieren können“, sagt Frank Weinberg. Einzig gegen die Dragons aus Bonn hatten die Döbelner schon einmal gespielt – und in den final4 eine herbe 1:11-Niederlage kassiert. Im Auftaktspiel der Deutschen Meisterschaft lag das Ergebnis bei viel versprechenden 7:12. Frank Weinberg: „Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt. Wir sind zwar noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg.“

Drei Fragen an Frank Weinberg:
Herr Weinberg, der UHC war Gastgeber einer Deutschen Meisterschaft und hat sich selbst Platz Sieben erkämpft. Wie hat sich das angefühlt?
Das Gefühl ist unbeschreiblich. Wie uns die Zuschauer angefeuert haben, war grandios. Auch organisatorisch ist es wie geplant gelaufen. Die Rückmeldung der Teamleiter, Schiedsrichter und Zuschauer war durchweg positiv.
Mit Chemnitz hat ein Team aus Sachsen den Pokal geholt. Haben Sie insgeheim die Daumen gedrückt oder war ein anderes Team Ihr Favorit?
Ich habe allen Mannschaften den Sieg gegönnt; sie sind die besten Deutschlands. Aber gemessen an der Saisonleistung war Chemnitz mein Favorit.
Wenn morgen der Verband anruft und Ihnen die nächste Großveranstaltung anträgt – was sagen Sie?
Gern wieder, aber nicht gleich im nächsten Jahr.

Konfetti-Regen für die FloorFighters aus Chemnitz: Mit einer dünnen Personaldecke aus sechs Feldspielern und einem Goalie holten sie sich verdient den Pott. Foto: A. Krieger

Konfetti-Regen für die FloorFighters aus Chemnitz: Mit einer dünnen Personaldecke aus sechs Feldspielern und einem Goalie holten sie sich verdient den Pott. Foto: A. Krieger

Frank Weinberg legt noch einen Zahn zu

von Stephanie Jankowski
Döbeln. Sein Leben hat er dem Floorball verschrieben: Im August 2008 besuchte Frank Weinberg zum ersten Mal ein Heimspiel der Döbelner Floorballer. Was seitdem passiert ist, spricht Bände: „Ich war sofort vom Sport begeistert. Später hat dann mein Sohn angefangen zu spielen“, erinnert sich Frank Weinberg. Seitdem gehört er zum Inventar des UHC Döbeln 06, sitzt dort im Vorstand, trainiert die U13-Mannschaft und organisiert regelmäßig Veranstaltungen des Vereins mit. Als hätte er damit nicht schon genug zu tun, legt er jetzt noch einen Zahn zu.

Seit April dieses Jahres ist Frank Weinberg ehrenamtlicher Mitarbeiter der Spielbetriebskommission (SBK) von Floorball Deutschland und zukünftiger Verantwortlicher für die Veranstaltungen im Verband. Bereits 2013 organisierte der Döbelner den Nationen-Cup der Damen, knüpfte erste Kontakte zum Vorstand des Verbandes. Als die Anfrage vor wenigen Monaten kam, bat er um Bedenkzeit. „Ich habe quasi über Nacht darüber gefachsimpelt und mich schließlich dazu entschlossen“, so Frank Weinberg. Er gibt zu, dass es eine enorme zeitliche Herausforderung ist, alle Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. „Aber meine Frau unterstützt mich und findet mein Engagement prima – solange ich die Familie nicht vernachlässige.“

Mittlerweile nimmt Frank Weinberg regelmäßig an Treffen via digitaler Sprachkonferenz teil. Dort wird im Verband über anfallende Themen debattiert und entschieden. Die Arbeit im Verband von Floorball Deutschland sieht Weinberg als Chance: „Dort habe ich die Chance, Einblicke zu bekommen – auch über die Vereinsgrenzen hinaus.“ Damit einher geht die wohl größte Herausforderung: „Ich treffe Entscheidungen jetzt anders als nur im Verein und muss das große Ganze im Blick behalten.“ So richtig ins Bewusstsein gerückt, ist ihm seine neue Aufgabe noch nicht, aber das Ziel hat er klar vor Augen: „Ich will die Sportart voranbringen und das geht nur, wenn man weiter oben mitspielen kann.“

Döbelner Allgemeine Zeitung (13.06.2015)

Klares Ziel: Magnus-Ernst Scholz will in die Nationalmannschaft

UHC Döbeln hat mit 14-Jährigen einen Floorball-Nationalspieler der U17 in den eigenen Reihen

Von Stephanie Jankowski
Döbeln. Für Magnus-Ernst Scholz geht es steil bergauf: Der 14-Jährige spielt seit wenigen Monaten in der Nationalmannschaft der U17 im Floorball. Seit er drei Jahre alt ist, dreht sich in seinem Leben alles um den Floorball. Seitdem ist er auch im Döbelner Verein aktiv. Erst im Unihockey-Verein, später beim UHC Döbeln 06. Dass der jetzt wieder einen Nationalspieler in den eigenen Reihen hat, macht nicht nur dessen Trainer Tom Herrmann stolz.

Mit einem Geschenk fing vor zwölf Jahren alles an. Magnus-Ernst Scholz bekommt seinen ersten Unihockey-Schläger geschenkt – von Cornelia und Jens Hofmann. Sie legten nicht nur den Grundstein bei Magnus-Ernst, auch bei der Etablierung dieser neuen Sportart die fortan den mitteldeutschen Raum erobern sollte und nun auch in Döbeln einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt fand, investierten die beiden jede freie Minute ihrer Zeit in den Aufbau der Mannschaften und des Vereins. War Magnus-Ernst vorher noch im Fußball aktiv, schaffte es der Sport mit Schläger und Ball schnell das Herz des Döbelners zu gewinnen. „Meine Eltern haben mich sehr gefördert. Sie wollten, dass ich beim Floorball bleibe“, erinnert sich der 14-Jährige heute.

Seitdem ging es für ihn von der Zwergengruppe zur U11, wo er seine erste Saison absolvierte. Dort wurde er auch zum Topscorer der Liga gewählt. „Mein Ehrgeiz war geweckt. Ich wollte meine eigenen Leistungen immer steigern.“ Danach folgten U13 und U15. Seit dieser Saison spielt Magnus-Ernst Scholz in der Regionalliga – als einer der Jüngsten. Mit Abschluss der Saison entschieden sich Verein und Trainer für die weitere Förderung des 14-Jährigen. Ab sofort besitzt er die Doppellizenz, darf in Regional- und 2. Bundesliga spielen. „Noch habe ich kein Spiel in der Bundesligamannschaft mitgemacht, aber ich freue mich schon drauf.“ Der Döbelner ist heiß darauf, loszulegen.

Als die Anfrage vor Monaten kam, der Döbelner Floorball-Verein solle seine besten Spieler zur Sachsenauswahl schicken, ist Magnus-Ernst Scholz einer von ihnen. „Zur Sichtung mussten wir spielen. Ich wurde schließlich ausgewählt.“ Seitdem ist er zweimal im Jahr zu sogenannten Trophys für den Freistaat Sachsen am Start. Dort wurde er auch für die Nationalmannschaftsauswahl der U17 entdeckt. „Ich habe eine E-Mail bekommen, in der ich als Ersatzmann für den Kader berufen wurde“, erzählt der junge Döbelner. Doch auf der Ersatzbank sitzt er schon lange nicht mehr. „Dreimal im Jahr fahre ich ins Trainingslager. Wettkämpfe und Punktspiele gibt es in der U17 allerdings noch nicht.“ Beim Nachwuchs geht es vor allem darum, künftige Spieler zu gewinnen. Schafft er es in die U19, geht es richtig los. Und Magnus-Ernst Scholz hat ein klares Ziel vor Augen: „Ich will bis in die Nationalmannschaft der Männer kommen.“

Entwickelt er sich weiter wie bisher, spricht nichts dagegen. Das letzte Wort hat dabei aber immer seine Familie. „Triften die Leistungen in der Schule und im Sport zu weit auseinander, bin ich mir der Konsequenzen bewusst „, sagt er. Den Anspruch an sich selbst hält der 14-Jährige hoch. Er trainiert zweimal in der Woche im Verein. Meistens ist er schon eine halbe Stunde eher da und arbeitet selbstständig an seiner Kraft und Technik. Unterfordert fühlt er sich im Training aber nicht. „Es kam noch nie vor, dass ich sagen musste, jetzt könnt ich aber noch eine Stunde weiter trainieren.“

Tom Herrmann ist Trainer im UHC Döbeln. Er hat die Spieler der Regionalmannschaft und 2. Bundesliga unter seinen Fittichen. „Magnus-Ernst ist ein guter Kerl. Ich lerne viel von ihm“, schätzt Tom Herrmann ein. Seit August 2014 trainiert er mit dem 14-Jährigen. „Er ist ein technisch sehr guter Spieler und für sein Alter ziemlich weit.“ Magnus Ernst Scholz hat sich vom Jungen zum jungen Mann entwickelt, nennt es sein Trainer. Soll heißen: Im Spiel übergibt der Trainer auch mal die Verantwortung an ihn. Mittlerweile arbeitet Tom Herrmann seinen Schützling in die 2. Bundesliga ein. „Das Mannschaftskonzept muss erarbeitet werden, aber Magnus-Ernst hat schon oft bewiesen, dass er mit älteren Gegnern gut umgehen kann.“

Neben dem 14-Jährigen sind drei weitere Mannschaftskollegen im Fokus des Trainers: Tiffany Küttner, Nick Hüttig und Leon Zimmermann sind heiße Anwärter auf kommende Saisons der Bundesliga-Mannschaft. „Das ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass der Nachwuchs in den Startlöchern steht“, erklärt Tom Herrmann. Die vergangene Saison hat die Regionalliga-Mannschaft zufriedenstellend hinter sich gebracht. Ist das Team noch relativ gut in die Hinrunde gestartet, fiel es in der Rückrunde ein wenig zurück. Der Klassenerhalt war mit ihrem fünften Tabellenrang (von sieben) zu keiner Zeit gefährdet.

Döbelner Allgemeine Zeitung (05.06.2015)

Zwei Tage volles Programm

UHC Döbeln als Ausrichter mit von der Partie / Acht Mannschaften aus ganz Deutschland kämpfen um den Titel

Von Stephanie Jankowski
Döbeln. Ein hartes Wochenende wartet auf die Floorballer des UHC Döbeln, wenn die Zeichen am Wochenende des 20. und 21. Juni voll und ganz auf die Deutsche Meisterschaft der U13 stehen. Seit Januar tüfteln die Vereinsmitglieder an der Organisation und dem Rahmenprogramm. Fest steht bereits, dass es am Sonnabend um 9 Uhr los geht. „Wir müssen so zeitig starten, damit wir alle zwölf Spiele an diesem Tag schaffen“, weiß Organisationsleiter Frank Weinberg. Schon vor einigen Wochen wurden die Spiele ausgelost und die Mannschaften in zwei Gruppen geteilt.

2008 war Döbeln schon einmal Ausrichter einer Meisterschaft, damals bei der U15. Dieses Mal bewarb sich der Verein für alle möglichen Meisterschaften. „Die U13-Meisterschaft war unser erster Wunsch. Dass es so jetzt auch gekommen ist, freut uns natürlich.“ Neben den Döbelner Floorballern werden Sportler aus Bonn, Schriesheim und ganz Deutschland dabei sein. Sind die Spiele am Sonnabend alle geschafft, werden am Sonntag ab 9 Uhr die Platzierungs- und Finalspiele stattfinden. Dort wird dann auch erstmals Zeit für ein kleines Rahmenprogramm sein. „In jeder Halbzeitpause wird es Showeinlagen von zwei Vereinen der Region geben“, verrät Frank Weinberg. Sechs Stück sind es an der Zahl.

Die Floorballer kämpfen unterdessen um den Pokal. Die drei Erstplatzierten dürfen die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen. Für alle anderen gibt es Medaillen. Darum kümmert sich der Verband Floorball Deutschland. Außerdem werden Topscorer, Bester Goalie und Bester Spieler ausgezeichnet. Der Eintritt kostet im Wochenendticket sieben Euro. Ein Tagesticket ist für vier Euro zu haben. Kinder unter 13 Jahren haben freien Eintritt. Nach Absprache mit der Stadt Döbeln und dem Lessing Gymnasium Döbeln ist die Unterbringung der teilnehmenden Mannschaften in den Räumen der Schule kostenfrei möglich. Nur eine der guten Voraussetzungen, damit die Deutsche Meisterschaft in Döbeln stattfinden kann.

Dass die Entscheidung für die Stiefelstadt gefallen ist, ist letztlich auch der guten Resonanz zu verdanken, die der UHC Döbeln mit der Ausrichtung der U15-Meisterschaft 2008 und dem Nationen Cup der Damen 2013 gesammelt hat. Noch immer gibt es im Vorfeld für die Döbelner Vereinsmitglieder eine Menge zu tun. „Es sind noch viele Kleinigkeiten zu erledigen, an die man am Anfang nicht gedacht hat“, so Weinberg.

Döbelner Allgemeine Zeitung (29.05.2015)

Wer kommt, wer geht: Döbelner Floorballer bereiten Saison vor

Fünf Mannschaften ab kommender Saison im Punktspielbetrieb / Spielerwechsel bei Bundesliga-Mannschaft

Von Stephanie Jankowski
Döbeln. Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen beim UHC Döbeln 06 auf Hochtouren. Die Floorballer der Region geben ihren Mannschaften derzeit den letzten Schliff. Noch ist nicht alles in Sack und Tüten, einige letzte Verträge müssen noch unterzeichnet werden. Aber schon jetzt steht fest: Fünf Mannschaften werden ab der Saison 2015/2016 im Ligaspielbetrieb aktiv sein. Das ist eine Mannschaft mehr als im Vorjahr, denn mit der bisherigen Zwergengruppe – den jüngsten Floorballern im Verein – gibt es fortan wieder eine Mannschaft in der Altersklasse U11. Ein Fortschritt für den Döbelner Verein, der auch in Zukunft viel Energie in die Nachwuchsförderung und -gewinnung stecken will. Damit werden die Floorballer die U11 (Kleinfeld), U13 (Großfeld), U15 (Kleinfeld), Regionalliga (Großfeld) und 2. Bundesliga aufmischen – so zumindest das Ziel des UHC Döbeln 06.

Wie Frank Weinberg vom Vereinsvorstand mitteilt, hat sich im Bereich der Teammanager nichts geändert. Lediglich die U15-Mannschaft bekommt Unterstützung von Bundesliga-Spieler Daniel Bachmann, der sowohl Kapitän als auch Torhüter in der noch laufenden Saison ist. Er wird künftig ein Auge auf die nächsten Generationen haben. „Außerdem wird Maximilian Thomas seinen Bundesfreiwilligendienst bei uns absolvieren. Er ist Spieler der Bundesliga-Mannschaft und wird seinen Schwerpunkt im nächsten Jahr auf die Nachwuchsarbeit legen“, erklärt Frank Weinberg. Soll heißen: Die Nachwuchsgewinnung vorantreiben und Kontakte zu Schulen beziehungsweise Kindertagesstätten knüpfen. „Das haben wir in der Vergangenheit viel zu wenig gemacht.“

Auch in der höchstklassigen Mannschaft, die ihre Saison auf dem vierten Tabellenrang zum Abschluss gebracht hat, tut sich einiges. 14 Männer sind bisher verpflichtet. Darunter auch zwei Regionalligaspieler, die ab sofort über eine Doppellizenz verfügen: Tiffany Küttner und Magnus Ernst Scholz. „Die beiden Spieler können sowohl in der Regionalliga als auch in der 2. Bundesliga spielen. Die Priorität liegt dabei aber ganz klar auf der Regionalligamannschaft“, beteuert Weinberg.

Doch nicht nur Neuzugänge kann die Mannschaft verzeichnen. Auch Abgänge müssen kompensiert werden. So verlässt Robyn Spörer das Team. Er wird nicht mehr aktiv in der 2. Bundesliga spielen. Maximilian Möbius steht ab der kommenden Saison aus beruflichen Gründen nur noch für die Regionalliga zur Verfügung. Was die restlichen personellen Veränderungen angeht, hüllt sich der Döbelner Verein vorerst in Schweigen. „Die Verhandlungen laufen noch“, heißt es aus den Reihen des Vorstandes, denn noch gibt es in einzelnen Fällen kein spruchreifes Ergebnis.

Schon seit mehreren Jahren gibt es in Döbeln eine U100-Freizeitmannschaft. Die spielt zwar nicht im Punktspielbetrieb, dafür glänzen die Sportler auch hier mit vollem Körpereinsatz. Hier finden sich auch einige der Vorstandmitglieder in den Reihen der Mannschaft. „An der Mannschaft halten wir natürlich auch fest“, so Weinberg.  „Solange alle Lust haben, auch neben dem Beruf aktiv zu bleiben, wird es auch diese Mannschaft geben.“ Denn das ist es, was den Verein nach all den Jahren immer noch verbindet: Die Leidenschaft für den Floorball-Sport. Mit allem was dazu gehört. Ob es die Organisation sämtlicher Veranstaltungen ist oder das Spielen an sich.

Während die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen, konzentriert sich der Verein – im Speziellen Frank Weinberg – parallel auf die anstehende „Stena Line Deutsche Meisterschaft der U13 Junioren Kleinfeld“. Die darf der Döbelner Verein nach erfolgreicher Bewerbung am 20./21. Juni ausrichten (DAZ berichtete). Neben der organisatorischen Herausforderung stellt sich der U13-Mannschaft noch eine ganz andere: „Wir haben aktuell gar kein Kleinfeld-Team, sondern sind ja seit einer Saison auf dem Großfeld unterwegs.“ Nachdem sich die Spieler also vor gar nicht all zu langer Zeit schon umgewöhnen mussten und seitdem auf dem Großfeld spielen, müssen sie sich jetzt wieder mit der Rückumstellung befassen.

Manche der 17 lizensierten Spieler kommen damit besser zurecht, andere nicht. Aber das Team befindet sich auf einem guten Weg, ist sich Trainer Frank Weinberg sicher. Der Blick auf die anstehende Meisterschaft flößt den Spielern schon ein bisschen Respekt ein. „Meine Jungs haben schon etwas Spundus, schließlich sind nicht irgendwelche Mannschaften zu Gast, sondern die besten aus Deutschland.“ Die Chancen für sein Team einzuschätzen fällt dem Trainer schwer. „Wir kennen die Mannschaften nicht. Lediglich gegen Bonn haben wir schon gespielt, allerdings recht hoch verloren.“ Und noch eine schwere Aufgabe hat Frank Weinberg vor sich: Er muss sich zwischen seinen 17 Spielern entscheiden, denn nur 14 dürfen auf das Protokoll und damit um die Meisterschaft spielen.

Döbelner Allgemeine Zeitung (29.05.2015)

Viele Chancen, aber Tore machen andere

Regionalliga U13: Floorball Tigers Magdeburg – UHC Döbeln 12:2 / UHC Döbeln – Red Devils Wernigerode 2:11

von Frank Weinberg
Wernigerode/Döbeln. Für die beiden Abschlussspiele in der Saison 2014/2015 fuhren die Jungs der U13 des UHC Döbeln 06 in den Harz. Die erste Saison auf dem Großfeld sollte im Schatten des Brockens für die Mannschaft von Frank Weinberg und Max Kunert zu Ende gehen. Auf dem Großfeld ankommen und nicht Letzter werden waren die abgesteckten Ziele zum Saisonbeginn – und beide konnten erfüllt werden. Von sechs gestarteten Teams in der Staffel Ost belegten die jungen Döbelner Floorballer den fünften Platz.

Das erste Spiel gegen die Floorball Tigers Magdeburg begann sehr ausgeglichen. Die frühe Führung der Tigers wurde nur kurze Zeit später egalisiert. Willy Schumann spielte einen hohen aber genauen Pass auf den sich freigelaufenen Tim Trinitz, der den Ball direkt im Tor der Magdeburger versenkte. Doch die Freude währte nicht lange: bis zur Mitte des dritten Drittels zogen die Gastgeber Tor um Tor davon. Erst fünf Minuten vor Spielende nutzte Niklas Baier die Gunst der Stunde zum zweiten Treffer für die Döbelner. Am Ende zeigte die Anzeigetafel einen Spielstand von 12:2 für Magdeburg.

Im zweiten Spiel gegen die Red Devils Wernigerode ein ähnliches Bild: viele Chancen, schöne Spielzüge, doch die Tore machten die Hausherren. Allein sechs der erzielten elf Tore für Wernigerode waren Fernschüsse, welche durch Freund und Feind den Weg ins Netz der Döbelner fanden. Doch der UHC wollte sich nicht kampflos geschlagen geben und bewies Moral: im zweiten Drittel traf Niklas Baier nach Vorlage von Lucas Roßberg zum 1:5, im dritten Drittel setzte sich Michael Bauch energisch durch und erzielte das 2:7. Nach dem Abpfiff schrieb das Spielsekretariat einen 11:2-Sieg für die Red Devils ins Protokoll.

Beide Trainer können dennoch zufrieden sein. Die schwierige Umstellung vom Kleinfeld aufs Großfeld hat in der ersten Saison grundlegende Formen angenommen, auf welcher gut aufgebaut werden kann. Nach dem letzten Spieltag ist vor der Deutschen Meisterschaft, auf welche sich die U13-Spieler aus Döbeln nun vorbereiten. Als Ausrichter der Stena Line U13 Junioren Deutschen Meisterschaft erhielten die jungen Floorballer eine Wild-Card, die sie zur Teilnahme an diesem Event berechtigt. Am 20./21. Juni findet diese in der Stadtsporthalle statt, zu der die besten Teams Deutschlands in die Stiefelstadt Döbeln reisen werden.

Döbelner Allgemeine Zeitung (22.04.2015)

Sportlerehrung der Stadt Döbeln

Einmal im Jahr lädt Stadtoberhaupt und OBM Hans-Joachim Egerer Döbelns erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, die mit ihren Leistungen nicht nur eigene Grenzen immer wieder überschreiten, sondern immer wieder die Außenwirkung ihrer Heimatstadt positiv beeinflussen, zur Sportlerehrung der Stadt Döbeln ein. Im extra hergerichteten Festsaal im WelWel Sport- und Freizeitzentrum waren alle Plätze belegt – mit Siegerinnen und Siegern, wie der Oberbürgermeister gleich zu Beginn seiner Einführungsrede bemerkte. Über 30 Sportvereine sind in der Stadt Döbeln zu Hause, über 90 ihrer Mitglieder wurden für ihre Leistungen im vergangenen Jahr  geehrt.

Nicht nur Aktive durften vortreten, sondern auch eine Auswahl jener, die hinter den Kulissen seit Jahren und zum Teil seit Jahrzehnten dafür sorgen, dass Sport im Verein möglich ist. Eine Stärke ihrer Mitglieder ist es auch, immer wieder daran zu arbeiten, überregional ausstrahlende Meisterschaften in die Stadt zu holen. Auch Mitglieder unseres UHC Döbeln 06 wurden in diesem Rahmen geehrt und durften die Glückwünsche des Oberbürgermeisters und seiner ehrenamtlichen Stellvertreterin Susann Grasselt entgegen nehmen.

Die Ehrungen im Überblick:

  • Jugendmannschaft U11: für Sachsenmeisterschaft 2014, Vizemeister Mitteldeutschland
  • Frank Weinberg: Trainer U11, Landesmeister mit seiner Mannschaft
  • Ines Augustin: Co-Trainerin 2. Floorball Bundesliga
  • Tiffany Küttner: Trainerin Zwergen-Gruppe, Spielerin Regionalliga, 6. Platz Mitteldeutsche Meisterschaft
  • Michael Schulz, Enrico Franze, Martin Potucek und Lubos Deraha: Spieler 2. Floorball Bundesliga

Unser Vorstand schließt sich den Glückwünschen gern an und bedankt sich recht herzlich sowohl für eure gezeigten Leistungen als auch für euer Engagement im Verein. VIELEN DANK!

 

der UHC bei der Sportlerehrung 2015

Ehrungen für die U11, Frank Weinberg, Tiffany Küttner und Michael Schulz. Herzlichen Glückwunsch. Fotos: Britt Folkmer

Der Fluch des zweiten Drittels

von Antje Krieger
Süßes zum Saisonabschluss: Während am Sonnabend in Döbeln der letzte Spieltag der Regionalliga U15 ausgetragen wurde, wartete ein Törtchen darauf, verspeist zu werden. Daniel Siegmund, Trainer der Nachwuchsmannschaft der hiesigen Unihockey-Cracks feierte an diesem Tag seinen 18. Geburtstag; die Torte – ein Geschenk seines Vereins. Ein Sieg seiner Mannschaft hätte den Tag gekrönt. Gleichwohl die U15 gegen Tabellennachbar Dresden und den MFBC Schkeuditz Niederlagen einstecken musste, war der Trainer zufrieden. Schließlich liegt hinter der Mannschaft keine leichte Saison.

„Die Spiele heute waren mit die besten dieser Saison. Die Jungs und Mädels haben bis zum Ende gekämpft“, fasste Daniel Siegmund beide Partien zusammen. Dass gegen Dresden ein 0:10 und gegen die Schkeuditzer ein 2:9 zu Buche stand, sieht der Trainer in einer Schwäche im zweiten Drittel begründet. Dieser Fluch verfolgt die Mannschaft schon die gesamte Saison. „Da kommen wir an einen Punkt, an dem die Konzentration nachlässt“, so Siegmund. Das Problem: Ist sie wieder da, ist der Gegner oftmals davon gezogen.

So auch am letzten Spieltag gegen die Igels aus Dresden: Waren die Gastgeber mit einem 0:1 aus dem ersten Drittel gegangen, betrug das Defizit 15 Minuten später bereits sechs Tore. Gegen Schkeuditz lagen die Döbelner nach dem ersten Drittel mit drei Toren zurück; 1:8 der Stand zur zweiten Pause. Den Kampfgeist, den Trainer Siegmund schätzt, bewies die U15 eindrucksvoll im letzten Drittel: Auf beiden Seiten fiel jeweils ein Tor und das immerhin gegen den Tabellenzweiten. Torschütze war Lucas Roßberg, Spieler der U13. Er und Erik Weinberg halfen an diesem Tag bei den Älteren aus. Ohne Berührungsängste vor körperlich überlegeneren Gegnern begeisterten sie auch die mitgereisten Fans der Gäste. Roßbergs Wendigkeit zahlte sich gegen Schkeuditz aus, als er aus einer Drehung das 2:9 markierte.

Trainer Daniel Siegmund geht davon aus, dass sich die Mannschaft in der kommenden Saison weiter stabilisieren wird. „Wir müssen lediglich einen Spieler altersbedingt abgeben.“ Die jüngsten Mitspieler in der U15 sind zwölf Jahre alt. Für eine Zielvorgabe hinsichtlich der Platzierung sei es aber noch zu früh. Die Saison 2014/15 beendet der Döbelner Nachwuchs auf Rang sechs, einen Platz vor Tabellenschlusslicht SC DHfK Leipzig.

die U15 des UHC Döbeln 06 e.V.

Hinter der U15 des UHC Döbeln – im Bild Lisa-Marie Möbius – liegt eine anstrengende Saison. Am Sonnabend ging diese vor heimischen Publikum zu Ende. Foto: Gerhard Dörner

Junges Team wird weiter verstärkt

Floorball 2. Bundesliga: UHC Döbeln zufrieden mit Platz vier / Neue Spieler im Gespräch

von Manuela Engelmann
Döbeln. Ihre Saison ist vorbei und sie ist im Wesentlichen so gelaufen, wie geplant: Auf Platz vier haben Döbelns Floorballer in der zweiten Bundesliga abgeschlossen. Hinter dem jungen Team liegt ein Lehrjahr, das bei aller Zwanglosigkeit auch gezeigt hat, dass manche Dinge ein wenig mehr Zeit brauchen als zunächst angenommen.

Die Entwicklung der jungen Spieler, die nach dem Weggang vieler Routiniers in die erste Mannschaft geholt wurden, ist eines dieser Dinge. „Es ist nicht so schnell gegangen wie gedacht“, sagt Vereinschef Stephan Müller. Wirklich schlimm ist diese Tatsache für ihn aber nicht. Denn auch wenn für die kommende Saison durchaus das Vorhaben existiert, den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen – wenn es nicht reichen sollte, ist man sich hier bewusst darüber, dass die zweite Liga nicht die schlechteste Alternative für den Verein ist.

Zufriedenere Zuschauer sind da nur ein Aspekt. „Wir haben das in dieser Saison auch an der Entwicklung unserer Besucherzahlen gemerkt“, so Müller. Der Zuspruch ist enorm und das Publikum, das zu den Heimspielen der Döbelner den Weg in die Stadtsporthalle findet, ist größtenteils jung. „Und die sind mit Herzblut dabei“, freut sich der Vereinschef, der es durchaus bemerkenswert findet, wenn etwa 70 Leute mit zum Auswärtsspiel fahren. „Das muss man als Verein erst einmal hinbekommen.“ Nicht nur an Heimspieltagen ist das Döbelner Lager in die Vereinsfarben Gelb-Schwarz getaucht und Rückendeckung bekommt die Mannschaft nicht nur durch lautstarke Fangesänge, sondern auch auf Plakaten – wie etwa am letzten Spieltag, als auf einem großen Banner für alle sichtbar bekundet wurde: „Liebe kennt keine Liga!“

Nicht nur die Fans werden so wohl auch in der nächsten Saison den Döbelner Floorballern eine große Unterstützung sein. Geplant ist von Seiten des Vorstands auch eine personelle Aufstockung der ersten Mannschaft. Fünf Spieler sind derzeit im Gespräch, denn „wir haben gemerkt, dass der Kader so wie er jetzt ist, doch zu klein ist.“ Aktuell 17 Spieler hat die Mannschaft und immer wieder gilt es, ausbildungs- oder berufsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Für eine nicht nur qualitative, sondern eben auch quantitative Verbesserung der Lage laufen seit geraumer Zeit Gespräche mit Kandidaten. „Auf manche sind wir zugegangen, andere sind auf uns zugekommen.“ Details gibt es, wenn alles in Sack und Tüten ist. Nur soviel sei gesagt: Es sind keine Rückkehrer. Und: „Es sind alles deutsche Spieler.“

Obwohl Stephan Müller das unterstreicht, ist man im Verein froh, dass die derzeit drei tschechischen „Importe“ ihre Zusage für die neue Saison bereits gegeben haben und dem Werben anderer Vereine nicht nachgaben. Immerhin haben Lubos Deraha, Martin Potucek und der zuletzt dazugekommene Ivos Vahanik zusammen mehr als die Hälfte der Döbelner Saisontore erzielt. Ihr Bleiben ist für den Verein auch ein Zeichen dafür, dass sich die jungen Männer wohl im Verein und ihrer Heimat auf Zeit fühlen. Im Gespräch ist auch ein möglicher Rückkehrer, doch noch hat sich Uwe Wolf, zuletzt Spielertrainer der Döbelner, nicht endgültig entschieden, ob er in der nächsten Saison seine ehemalige Mannschaft wieder unterstützen kann. Wenn, dann wird er als Spieler zurückkehren, auch wenn die Döbelner Trainerfrage weiterhin nicht endgültig geklärt ist. Ziemlich sicher ist, dass Tom Herrmann das Amt weiter ausfüllen soll. Er war zu Beginn der vergangenen Saison als Mannschaftsleiter genauso neu zum Team gestoßen wie der tschechische Coach. Nachdem Letzterer den Verein überstürzt verlassen hatte, übernahm Herrmann den Posten zunächst interimsmäßig.

Aktuell steht nichts anderes fest, als dass er die Mannschaft weiter begleiten soll und dass der Verein nicht auf der Suche nach einem neuen Trainer ist. Allerdings gibt es auch eine Bewerbung auf das Traineramt in Döbeln – von einem tschechischen Kandidaten. Nach ihren jüngsten Erfahrungen aber sind UHC-Floorballer vorsichtig geworden. „Wir haben aus der Vergangenheit und unseren Fehlern gelernt“, so Stephan Müller. Was nicht bedeutet, dass die Bewerbung des Kandidaten, der sich wohl auch noch bei anderen Verein vorgestellt hat, nicht geprüft wird.

Das passt: Döbelns Enno Franze (l.) und Martin Potucek, der einer von drei tschechischen Spielern im Döbelner Bundesliga-Team ist. Genau wie seine zwei Kollegen hat er sich für die nächste Saison bei den Döbelnern schon wieder verpflichtet. Foto: Iris Müller

Das passt: Döbelns Enno Franze (l.) und Martin Potucek, der einer von drei tschechischen Spielern im Döbelner Bundesliga-Team ist. Genau wie seine zwei Kollegen hat er sich für die nächste Saison bei den Döbelnern schon wieder verpflichtet. Foto: Iris Müller

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