Frischer Wind im schweißtreibenden Training
Floorball: Bundesligist UHC Döbeln steckt mitten in harter Vorbereitung auf die neue Saison und hat sich bereits personell verstärkt
Döbeln. Die Stadtsporthalle mal wieder richtig voll bekommen, attraktiven Floorball spielen – das will der UHC Döbeln in der kommenden Saison mit seiner ersten Männermannschaft erreichen. Die ist zurück in der 1. Bundesliga und soll dort nicht einfach nur „irgendwo herumdümpeln“, sondern ordentlich mitspielen. Im besten Fall geht es für die Muldestädter bis in die Play-offs, die ab dieser Saison bis Platz sechs reichen. Die jungen Männer schwitzen. Das abendliche Training in der Halle, die zu den Punktspielen voll sein soll, wirkt konzentriert. Physiotherapeutin Ines Augustin hat ein straffes Programm für anderthalb Stunden Athletik zusammengestellt. Gemurrt wird nicht, auch wenn manche Übung komisch wirkt und vor allem – weh tut. Bei allem Schweiß weht ein frischer Wind durch die Mannschaft, die vor einem Jahr auf den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet hatte, weil die personellen Grundlagen dafür fehlten.
Heute glänzen Schweißperlen auch auf neuen Gesichtern. Neben dem 21-jährigen Tschechen Ondrej Káva KavalÃr , der zuletzt beim MFBC Leipzig gespielt hat, ist einer seiner Landsmänner, Lubos, zum Probetraining angereist. Einen UHC-Rückkehrer ins Team gibt es auch, Namen dürfen vor Unterzeichnung der Wechselpapiere nicht genannt werden. Auf jeden Fall ist Bewegung in die Personalsituation des ersten UHC-Teams gekommen. „An einem deutschen Floorballer sind wir noch dran, da steht die Entscheidung noch aus“, sagt Vereinschef Stephan Müller. „Und im Dezember werden wir voraussichtlich ein paar Spieler von unserem neuen Partnerverein, den Huricans Karlovyvary, bekommen.“ Dass die Döbelner nun doch auf den tschechischen Talente-Markt ausgewichen sind, liegt daran, dass der deutsche für sie nahezu leer ist. „Die Region ist abgegrast“, sagt Müller, „und wir sind kein Weißenfels, das schon lange einen großen Namen hat.“ Doch die Döbelner haben ihre Hausaufgaben gemacht, haben sich unter anderem um Lehrstellen und Arbeitsstellen gekümmert, die sie ihren neuen Spielern bei Bedarf zur Verfügung stellen können. In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Floorballer aus der Muldestadt in Persona von UHC-Spieler und Vorstandsmitglied Enrico Franze Kontakte zu ausländischen Vereinen geknüpft, war die Mannschaft beim Internationalen Turnier in Karlovyvari vertreten. „Das hat einiges ins Rollen gebracht.“ Lubos beispielsweise, der junge Tscheche, der heute das erste Mal zum Training gekommen ist, hat bei den Döbelner angeklopft.
Ines Augustin ist begeistert von dem jungen Mann. „Er hat ein unglaubliches Körpergefühl“, erkennt die Athletik-Trainerin der Döbelner nach wenigen Übungen. Und ja, die Anwesenheit der Neuen wirkt sich überaus positiv auf die Trainingsbeteiligung aus. „Der Konkurrenzkampf im Team wird wieder angekurbelt und ich glaube, das ist ganz gut so“, sagt Stephan Müller, für den Anregungen von Außen unerlässlich für eine Weiterentwicklung der Mannschaft und damit auch des Vereins sind. „Wir erhoffen uns von den tschechischen Spielern auch diesbezüglich einiges.“ Geld bekommt übrigens keiner der Spieler vom Verein, weder die deutschen, noch die ausländischen. „Das einzige, was wir ihnen zahlen, ist Kilometergeld.“ Mit dem Kontakt zum tschechischen Floorball ist es für die Döbelner allerdings nicht getan. „Wir haben jetzt auch Verbindungen zu einem Schweizer Verein hergestellt, aber dort stehen wir noch ganz am Anfang.“ Der Plan ist, irgendwann ein Internationales Turnier auch in Döbeln auszurichten, um weitere Verbindungen schaffen zu können. Zunächst aber steht ein gemeinsames Trainingslager mit den Huricans Karlovyvary in Döbeln auf dem Plan – Anfang September, kurz vor dem Start in die Saison, die mit Pokalspielen beginnen wird. Bis dahin haben die UHC-Cracks und ihre neuen Teamkollegen noch jede Menge schweißtreibende Einheiten vor sich. Die Vorbereitung wird lang und hart, der Grundlagenausdauer folgen Einheiten in Schnelligkeit- und Kraftausdauer. Topfit soll – und muss – Döbeln in die neue Saison gehen, die Halle soll schließlich voll werden…
Manuela Engelmann, Döbelner Allgemeine Zeitung (14.07.2012)
Ein Floorballkrimi auf dem Kleinfeld
Floorball 7. Grundschulcup in Leipzig: UHC Döbeln schickt seine U11-Mannschaft für die Kunzemannschule ins Rennen und wird Fünfter
Leipzig/Döbeln (FW). Platz fünf brachten die U11-Floorballer des UHC Döbeln vom 7. Grundschulcup in Leipzig mit nach Hause. Angesichts des mit 15 Mannschaften doch recht großen Teilnehmerfeldes ein sehr gutes Ergebnis, mit dem die Döbelner ihre Saison zufrieden abschließen. Auf drei Spielfeldern wurde in drei Gruppen (A, B, C) gleichzeitig gespielt. Jedes Spiel dauerte zehn Minuten. Insgesamt wurden 48 Spiele inklusive dem großen Finale ausgetragen.
Die U11 des UHC Döbeln ging in Gruppe C auf Torejagd. Der erste Gegner kam aus Markranstädt. Hoch motiviert und schnell nahmen die Jüngsten des Döbelner Vereins Fahrt auf und kombinierten geschickt und sicher bis vor das gegnerische Tor. Mit Erfolg. Sauber herausgespielte Chancen steigerten das Selbstbewusstsein und führten zu einem guten Auftaktspiel, welches mit 3:1 für Döbeln endete. Aufgedreht vom ersten Sieg des Tages, sollten im zweiten Spiel gegen das Evangelische Schulzentrum die nächsten drei Punkte her. Doch das war gar nicht so einfach. Super Chancen, tolle Pässe und durchdachte Spielzüge endeten viel zu oft vor dem Tor des Gegners. Irgendein Gegenspieler hatte immer den Stock oder den Fuß zwischen Ball und Netz. Die Anspannung war allen Spielern und auch den Eltern anzusehen: „Bitte nur einmal treffen!“, stand in deren Gesichtern geschrieben. Die Hoffnungen wurden erfüllt. Nur zehn Sekunden vor dem Abpfiff erlöste Niklas Baier (C) sein Team und die mitgereisten Zuschauer – 1:0 für Döbeln. Was für ein Spiel, Jubel und überglückliche Kinderaugen sprachen Bände.
Im dritten Spiel musste Döbeln gegen Oeser an den Bullypunkt. Hinter diesem Namen steckten die Löwen Leipzig. Und die zeigten Zähne. Schon nach drei Sekunden lagen die Döbelner hinten und innerhalb von drei Minuten stand es 0:4. Keiner wusste so richtig, was los war. Keiner der Spieler war auch nur annähernd in der Lage, dem Spielverlauf zu folgen. Die UHC-Kinder wurden einfach ausgespielt und hatten nichts entgegenzusetzen. Bloßes Staunen bei den Döbelner Jungs und Mädchen und auch die Eltern und Geschwister schüttelten ratlos die Köpfe. Zehn Minuten können so lang sein, wenn man sich den Abpfiff wünscht. Dann war es endlich so weit. Auf der Anzeigetafel stand 0:8. Erste Tränen flossen. Für das Trainergespann Maximilian Möbius und René Baier bedeutete das viel Arbeit. Sie bauten die jungen Spieler in der Pause wieder moralisch auf und bereiteten sie auf das nächste Spiel vor.
Mit Spielspaß ins Halbfinale
Ehrgeizig und mit Siegeswillen ging die U11 in das vierte Spiel gegen die Lessing-Grundschule. Obwohl der Gegner nach kleinen Fehlern schon mit 2:0 führte, gaben die Döbelner nicht auf. Angespannte Gesichter bei den Mitgereisten, aber das Team um Niklas Baier blieb cool, richtig cool. Es zeigte gute Kombinationen und Pässe. Mit Spielspaß und Können gelang der Anschlusstreffer. „Jetzt noch eins – dann sind wir im Halbfinale“, hörte man von den Eltern. Das wussten auch die Spieler. Sie drehten kurz vor Schluss noch einmal auf, spielten die Lessing-Schüler schwindelig und schossen in allerletzter Sekunde das 2:2. Eine super Leistung. Damit stand der Einzug als Gruppenzweiter ins Halbfinale fest. Fest stand auch, dass die U11 des UHC Döbeln 06 schon mindestens Sechster war und nun gegen die Schakale aus Schkeuditz ran musste, die Sieger in ihrer Gruppe wurden.
Beide Teams spielten schönen Floorball, klare Chancen auf beiden Seiten. Doch Schkeuditz fand besser ins Spiel und nutzte drei Fehler der U11, um am Ende mit 3:0 als Sieger vom Platz zu gehen. Etwas traurig waren die Döbelner schon, aber auch ein wenig stolz, so weit gekommen zu sein. Damit ging es um die Plätze vier bis sechs für den UHC, der an diesem Tag für die Kunzemannschule in Döbeln an den Start gegangen war. Die zweite Mannschaft des Eva SchulZe war der nächste Gegner, der leider den besseren Start hatte. Kurz hintereinander kassierte die U11 zwei Tore. Doch hängen lassen kam jetzt nicht mehr in Frage. Alle zeigten Kampfgeist und wollten gewinnen. Schön herausgespielte Chancen führten zum Anschlusstreffer. Das stärkte die Mannschaft und schwächte den Gegner – 2:2, ein Floorballkrimi auf dem Kleinfeld. Beide Mannschaften kämpften um den Ball und wollten den so wichtigen Treffer setzen. Ein letzter Angriff kurz vor dem Schlusspfiff: Mit viel Geschick nahm Erik Weinberg den Fehlpass des Gegners auf und traf mit einem Schlagschuss aus der zweiten Reihe zum verdienten 3:2. Mit grenzenlosem Jubel und einem Freudentanz ging es damit in das letzte Spiel des Tages um Platz vier.
Lara freut sich über erstes Tor
Die Igels aus Dresden warteten schon auf den UHC aus Döbeln. Von Beginn an spielten die beiden Mannschaften ganz locker und ungezwungen. Ein schönes Match auf Augenhöhe, doch dann drehten die Igels auf und gingen mit drei Toren in Führung. Aber Döbeln war nicht gewillt, aufzugeben. Lara Löwe schoss den Anschlusstreffer. Da dies ihr erstes Tor in dieser Saison war, freute sie sich riesig darüber. Diese Freude übertrug sich auf das ganze Team. Mit lachenden Gesichtern kassierten die Döbelner zwar noch zwei weitere Tore, konnten ihrerseits aber auch noch zwei schießen. Und so ging dieses Spiel mit 5:3 an Dresden, was die UHC-Floorballer aber nicht störte.
Döbelner Allgemeine Zeitung (10.07.2012)

Der UHC Döbeln belegte beim Grundschulcup in Leipzig, wo er für die Kunzemannschule ins Rennen gegangen war, Platz fünf unter 15 Mannschaften. Eine tolle Leistung zum Saisonende. Foto: F. Weinberg
Vereinsabschlußfest für die Saison 2011/2012
Am 14.07.2012 findet wie in jedem Jahr unsere Vereinsabschlußfeier statt. Wir wünschen allen angemeldeten Vereinsmitgliedern und deren Familien viel Spaß bei Sport und Unterhaltung. Für den Durst und den kleinen Hunger wird wie immer gesorgt.


